Hier werden Baumarten vorgestellt die in der Mythologie ein große Rolle spielen.

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Hier werden Baumarten vorgestellt die in der Mythologie ein große Rolle spielen.

Beitrag  Magiccircle am Di Aug 05, 2014 6:46 pm

Hier werden Baumarten vorgestellt die in der Mythologie ein große Rolle spielen.

Esche

In der germanischen Mythologie spielt die Esche eine bedeutende, wenn nicht sogar die größte Rolle.Die riesige, immergrüne Weltenesche "Yggdrasil umspannt mit ihrem Gezweig Weltall, Himmel und Erde und verbindet die Reiche der Götter, Menschen, Riesen und Zwerge. Unter ihren Wurzeln entspringen die drei Quellen Urd, Hwergelmir, Mimirs Brunnen, an denen die Nornen, die allwissenden Schicksalsgöttinen Urd, Verandi und Skuld die Fäden des Schicksals spinnen. Die vier Hirsche Dwalin, Dain, Durathor und Dunyer fressen ständig die Knospen (Stunden), Blüten (Tage) und Zweige (Jahreszeiten der Weltenesche ab. Drei Wurzeln treibt der Baum, zu den Menschen, zu den Göttern und zu den Riesen, zur Hölle. Unter der Höllenwurzel liegt der Brunnen Hwergelmir und Nidhogg benagt sie von unten, unter der Wurzel, die zu den Reifriesen sich verästet, ist Mimirs Brunnen; unter Wurzel befindet sich der Brunnen der Urd. Die Wurzen, unter denn Quellen hervorbrechen, sind unter Midgard in Niflheim ind im Riesenheim, also an den Grenzen Midgard, auf Midgard selber belegen. Der Stamm erhebt sich aus der Mitte der Erde. Odin, Wili und We erschufen aus einen Eschenklotz den ersten Mann namens "Ask". Und der Sage nach kamen die Götter unter der Weltenesche zusammen, was den nordischen Völkern als Beispiel diente und viele Stämme daher ihren Thingplatz unter einer großen Esche wählten.

Ulme

Es ist nur bekannt: das von Odin, Wili und We aus einen Ulmenklotz die erste Frau namens "Embla" erschaffen worden ist.


" Die Edda-Sage der nordisch-germanischen Mythologie berichtet von der Entstehung der Frau aus einem ans Meerufer gespülten Ulmenstamm durch göttlichen Einhauch, ebenso wie der Mann aus der Esche hervorging. Die Esche (Ask) und die Ulme (Embla) standen für die Stammeltern der Menschheit."

Eibe

Die Eibe ist heilig, sie ist der Druidenbaum. Für die Germanen war sie das Sinnbild der Ewigkeit (worauf wahrscheinlich auch die Anpflanzung von Eiben auf den Friedhöfen zurückgeht) Die Eibe ist auch den Bogengott Ullr verschrieben, der in Ydalir, den Eibentälern wohnt.

Birke

Im germanischen und im slawischen Volksglauben spielte die Birke eine große Rolle. Sie war der Göttin Freya geweiht. Unter einer einzeln stehenden Birke soll einer alten Sage nach die letzte Weltenschlacht stattfinden. Die Birke symbolisiert den Neuanfang und die Widergeburt der Sonne. Die Birke gilt als der Baum zwischen den Welten des Lebens und des Todes – wie ein Torhüter steht sie zwischen den Welten, dabei symbolisiert sie den Beginn und das Entstehen von neuem Leben und den Frühling.

Holunder

Der Holunder ist ein heiliger Baum der Germanen und der Hausgöttin Holda geweiht. Die germanische Göttin ist heute besser als Frau Holle bekannt. So galt der Holunder als segenbringender Baum, der dem Haus und seinen Bewohnern Schutz schenke und kaum jemand wagte es einen Holunder im Garten zu fällen. Gilt als Tor zwischen den Welten.

Kirschbaum

Die Kirsche steht für Vergänglichkeit, Wiedergeburt, Reinheit und Unschuld.

Apfelbaum

Der Apfelbaum gilt als Baum der Unsterblichkeit, schenkt Weisheit und hilft uns die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Baumaum gilt auch als der Baum der Sinnlichkeit und der Liebe.

Weißdorn

Er darf als heiliger Baum nicht gefällt werden. Er galt als Schutzbaum und wurde gerne in der Nähe von menschlichen Siedlungen gepflanzt. Der Weißdorn soll Zauber abwehren und eine reinigende Wirkung besitzen.

Linde

Bei den Germanen und Slaven spielte nebenbei der Eich die Linde im Volksglauben, in Sagen und Dichtungen eine wichtige Rolle. Noch bis in die jüngste Zeit fanden sich in Mittel- und Osteuropa zahlreiche Feme-, Gerichts-, Blut- und Geisterlinden. Der Sage nach geht, daß kein Blitzstrahl die Linden zu treffen wage, weil sie Wodans Gemahlin Frigga geweiht ist; auch vor bösen Geistern soll sie Schutz bieten. Die Linde war aber gleichzeitig auch ein Ort für Feste, Trauungen, Versammlungen und wo man gerne Verträge schloss: wer den Daumen auf die Rinde drückte, hatte besiegelt, was vereinbart worden war.

Tanne und Fichte

Die Tanne bekam ihren Namen vom altgermanischen "tan" (Feuer), ist demnach ein Feuerbaum. Die Fichte ist der Wohnort für Baumgeister.

Eiche

Die Waldnymphen wurden von den Griechen "Dryaden" genannt, nach Drys=Eiche. Von diesem Wort abgeleitet ist auch der Name der keltischen Priester, der "Druiden". Die Germanen schätzten die Eichenwälder, denn sie enthielten alle Mittel zu ihrer Existenz. Ihre Religion fand Ausdruck in einem Gottesdienst, der im Wald gefeiert wurde. In den geheiligten Eichenhainen wurden den Göttern Opfer dargebracht. Unberufenen war das Betreten dieser Haine bei Todesstrafe verboten. Sie wurden so streng geschützt, daß niemand ein Zweig abbrechen, geschweige denn einen Baum fällen durfte, um die Götter nicht zu beleidigen oder zu erzürnen. Auch die Tiere standen unter dem besonderen Schutz der Götter und durften nicht getötet werden. An die Eiche im heiligen Hain hing der Sieger seine Schlachttrophäen, und mit Eichenlaub wurde er von den Priestern bekränzt. Wenn die Germanen ein Thing zusammenriefen, wählten sie einen Platz unter einem besonders großen Baum, meist einer Esche oder Eiche. Die heilige Eiche ist dem Gott Thor geweiht, der durch Blitz und Donner seinen Willen kundtat, in Sturmnächten auf seinem Ziegengespann über dem Himmel braust und seine funkensprühenden Pfeile zur Erde sandte, deren Ziel häufig eine Eiche ist. Die Eiche ist das Symbol der Ewigkeit, denn sie erreicht ein Alter, das 30 Generationen überdauert. In Westfalen wird zu Weihnachten ein Eichenklotz verbrannt, damit die Häuser vor Feuer geschützt und die Felder fruchtbar bleiben. In Schleswig hängt man ein Stück Rinde eine vom Blitz getroffenen Eiche auf, damit kein Bienenschwarm über den Zaun entflog. In Mittelfranken schlug man in den Garten drei Eichenpfähle, und so weit der Schall die Schläge trug, soweit waren Gänse und Hühner vor dem Fuchs geschützt. Das Christentum hat die Eiche als heiligen Baum entthront, wovon die Fällung der Donareichen durch Bonifatius eindrucksvoll zeugt. Nachdem die christliche Religion sie als Heidenbaum entzaubert hatte, diente sie als Allegorie für Jesus Christus oder der Jungfrau Maria.

Joseph Viktor von Scheffel: "Die Eiche gilt als der Deutschen urheiligster Baum."

Mistel

Gehört aus meiner Sicht damit zu. Die Mistel war schon in der Mythologie des Altertums bekannt und wurde von den gallischen Priestern, den Druiden, als Heilmittel und zu kultischen Handlungen benutzt. Sie galt nicht nur als Wunderpflanze gegen Krankheiten, sondern wurde auch als Heiligtum verehrt, als Zeichen des immerwährenden Lebens. Die Germanen glaubten, dass die Götter die Mistelsamen in die Bäume streuten, sie also ein Geschenk des Himmels wären. Auch heute noch werden einige alte Bräuche gepflegt. So ist die Mistel in einigen Ländern, wie beispielsweise der Schweiz, ein Fruchtbarkeitssymbol. In England gibt es ein Ritual, dass ein Mistelzweig in der Weihnachtszeit über die Tür gehängt wird und die junge Dame, die sich unter diesem Mistelzweig befindet, auf der Stelle geküsst werden darf. In Frankreich wird ein Mistelzweig am Neujahr auch über die Tür gehängt und jedermann küsst die Verwandten und die Freunde darunter. Ein Spruch wird auch gesagt : Au gui, l'an neuf, das heißt „Mit dem Mistel kommt das Neujahr“.

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